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Antigone "ruhen in resistance" · 2023

Theater / Institution

Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München

Jahr

2023

Programmheft

Stückbeschreibung

ruhen in resistance. antigone setzt sich mit Sophokles’ Antigone auseinander und sucht nach gegenwärtigen Formen des Widerstands gegen staatliche Gewalt und politische Unterdrückung. Die Inszenierung verbindet den antiken Mythos mit den Erfahrungen von Menschen, die sich in ihren Herkunftsländern journalistisch, künstlerisch oder durch Protest gegen autoritäre Herrschaft gestellt haben und teilweise ins Exil gehen mussten. Im Zentrum steht die Frage, was als Vaterlandsverrat gilt und wer darüber entscheidet. Während die Spielenden wechselnde Rollen wie Antigone, Kreon oder den Wächter übernehmen, machen Live-Illustrationen von Can Temizgezek die Rollenwechsel sichtbar und brechen die klassische Erzählstruktur auf. So entsteht eine Verbindung zwischen dem antiken Stoff und heutigen politischen Realitäten in Ländern wie der Türkei, Russland oder Belarus, verbunden mit der offenen Frage, ob Einsicht und Veränderung nur in der Fiktion möglich sind oder auch in der Wirklichkeit.

Inszenierung: Tanju Girişken
Bühne und Kostüm: Carolin Wirth
Dramaturgie: Luca Perfahl, Flora Riezinger
Licht: Bernd Gatzmaga
Musik: Susanne Dundler
Ton: Felix Nyncke
Video: Stefan Arndt, Thilo David Heins
Illustration: Can Temizgezek
Regieassistenz: Li Yun, Janina Voss
Fotos: © Alvise Predieri

Mit:
Khalil Aassy
Franziska Maria Pößl
Sandra Julia Reils

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